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Als so genannte "Shona-Skulpturen", benannt nach der Hauptbevölkerungsgruppe Zimbabwes, haben die zimbabwischen Steinskulpturen frühzeitig das Interesse der Kunstwelt - vor allem privater Sammler - erregt. Bei Ausstellungen in so renommierten Häusern wie dem New Yorker Museum of Modern Art, dem Rodin Museum in Paris und auf den Weltausstellungen in Sevilla und Hannover sorgten sie für Aufsehen.

Der Name "Shona Art" (Shona-Kunst) stellt eine Verbindung her zwischen den großartigen antiken Steinbauten mit den Vogelskulpturen "Great Zimbabwes" und den neuen, von den Mythen der Shona geprägten Skulpturen aus Serpentin oder anderen Halbedelsteinen. Anfangs war dieser Begriff hilfreich bei der Etablierung in der Kunstwelt, aber der ethnische Aspekt stimmt nicht: Shona ist ein Sammelbegriff für die Volksgruppen Zimbabwes, die der Bantusprachgruppe angehören. Der Begriff "Shona-Kunst" erweckt den falschen Eindruck, dass alle Künstler den Shona angehören, jedoch sind viele Bildhauer durch die Auswirkungen der ehemaligen Kolonialpolitik, Kriege, Hunger und auf der Suche nach einem Arbeitsplatz aus Malawi, Zambia, Mosambik und Angola ins heutige Zimbabwe gekommen. Ferner wird der Begriff nicht dem individuellen Werk der einzelnen Künstler gerecht, die Ihre Kunst als Ausdruck ihrer individuellen Kreativität verstanden wissen wollen.



Quelle, Text aus: Zeitgenössische Stein-Skulpturen aus Zimbabwe - Ausstellung "HOPE" im Schloss Oranienstein in Diez im Sommer 2003








 

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